Esterwegen - grüne Insel im Moor. Staatlich anerkannter Erholungsort
Auf einem bewaldeten Geestrücken, umgeben von unberührter Natur ausgedehnter Hochmooren hat die Samtgemeinde Nordhümmling ihren Sitz - in Esterwegen. Fünftausend Leute sind hier zu Hause, die vielen Ausflügler und Urlauber, die in dem "Staatlich anerkannten Erholungsort" die Natur genießen, nicht mitgezählt.
Mehr als ein Dreiviertel Jahrtausend
Die sehr wechselvolle Geschichte Esterwegens lässt sich bis ins Jahr 1223 zurückverfolgen. Graf Balduin schenkte das Gut "Hesterwede" zu seinem Seelen-heil dem Johanniterorden zu Steinfurt, der hier eine Kommende einrichtete und den gräflichen Reiher-jägern eine Herberge bot. Nachdem die Kommende im Zuge der Reformation dem Orden entfremdet und zur reinen Gutsherrschaft geworden war, wurde das Besitztum 1573 an Heinrich von Hövel verkauft. Das adlige Rittergut "zu Alten Esterwegen" war ein reiches Anwesen mit einem großen Fachwerkhaus, einem Sommerhaus, einem Back- und einem Malzhaus, einem Schafstall, einer Scheune und einer Windmühle. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Anwesen von wechselnden Besitzern mehr und mehr heruntergewirtschaftet. Der letzte Esterwegener Adlige, Baron Ludwig von Exterde, residierte in dem 1837 erbauten Herrenhaus. Die heutige Gaststätte "Jan Heyen" ist der älteste Zeitzeuge Esterwegens. Baron Ludwig von Exterde ist es zu verdanken, dass sich Anfang des 19. Jahrhunderts Neusiedler auf dem Gutsgelände niederließen. Ende des 19. Jahr-hunderts wurde in unmittelbarer Nähe des Herren-hauses die St. Johannes Kirche gebaut. Das im neugotischen Baustil errichtete Gotteshaus ist noch heute Mittelpunkt des Ortes. Die Kirche steht heute unter Denkmalschutz.
Gedenken an die "Moorsoldaten"
Von 1933 bis 1945 war Esterwegen einer der fünf-zehn Standorte der Emslandlager. Die Gefangenen, die sich selbst "Moorsoldaten" nannten, wurden zur Kultivierung der emsländischen Moore herange-zogen. Auf dem Gelände des ehemaligen Lagerfried-hofs an der B 401 befindet sich heute eine offene Gedenkhalle. An einen der berühmtesten Strafgefangenen, den deutschen Schriftsteller, Publizisten und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky, erinnert ein Gedenkstein.
Gedenkstätte Esterwegen
Die Gedenkstätte soll u. a. auch an das ehemalige Konzentrationslager in Esterwegen erinnern. Es war eines von 15 Konzentrations-, Straf- und Kriegsge-fangenenlagern im Emsland. In Trägerschaft des Landkreises Emsland erfolgten die Errichtung eines neuen Besucherzentrums neben dem Gedenk-stättengelände sowie im Jahr 2011 der Umzug des Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager (DIZ) aus Papenburg nach Esterwegen in das Besucherzentrum. Weitere Informationen unter: 05955-988950 oder http://www.gedenkstaette-esterwegen.de/.
Größtes geschütztes Hochmoor Deutschlands
Esterwegen ist eingebettet in eine reizvolle Land-schaft aus Wald, Heide und Moor, die dem Natur-liebhaber zu jeder Jahreszeit Ruhe und Entspannung bietet. Wenn im Spätsommer Erika- und Glocken-heide die Moorlandschaft rosa einfärbt, übt sie einen besonderen Reiz aus. Fast die Hälfte der riesigen Moore rund um Esterwegen steht unter Naturschutz. Die über 5000 Hektar große Esterweger Dose ist das größte geschützte Hochmoor Deutschlands mit einer einzigartigen Fauna und Flora. Der Sonnentau und der Brachvogel sind hier zu Hause. Und der Moor-frosch. Er ist inzwischen Esterwegens Maskottchen "Esti" geworden. Als "Chef" des Moorerlebnispfades begleitet er die Besucher bei ihrer Erlebnistour im Moor, erklärt, wie das Moor entstanden ist, stellt Pflanzen und Tiere vor, und passt auf, dass die Besucher nur auf einer ausgewiesenen Stelle einen Schritt ins Moor wagen (und dass sie sich vor allem vorher die Schuhe ausziehen). Das glauben Sie nicht? "Esti" müssen Sie unbedingt kennenlernen.
Radwandern / Erholungsgebiet „Erikasee"
Die Natur rund um Esterwegen lässt sich aktiv zu Fuß oder mit dem Fahrrad hervorragend erschließen. Romantische Rad- und Wanderwege durchziehen den Esterweger Busch. Vom Rande des auf einem Geestrücken gelegenen Mischwaldes hat man einen herrlichen Blick über die Landschaft bis hin zu den weiten Moorflächen nördlich des Küstenkanals. Am Ufer des Erikasees finden auch Jugendliche in Esterwegen genau das Richtige. Einen Jugendcampingplatz mit Badesee, Grillhütte, Skateranlage, Abenteuerspielplatz und Minigolfanlage - was will man mehr.
Traum vom Eigenheim kann Wirklichkeit werden
Junge Leute sind mit Kind und Kegel in Esterwegen gern gesehen. Wer dort wohnen will, wo andere Urlaub machen, ist herzlich willkommen, seinen Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Zu den attraktiven, preisgünstigen Bauplätzen kann kaum jemand Nein sagen. Sportplätze, Turnhallen, Tennisplätze und eine Reithalle bieten sportlich aktiven Menschen alle Möglichkeiten. Ein sehenswerter Mittelpunkt ist heute der neu angelegte Dorfplatz mit einem beeindruckenden Gebäudeensemble, bestehend aus Infozentrum, Heimat- u. Backhaus mit benachbarter Kirche. In unmittelbarer Nähe vom Dorfplatz befindet sich das "Nordhümmlinger Seniorenheim", der neue 6-gruppige Marien-Kindergarten/Familienzentrum, die Kinderkrippe St. Josef, der sanierte historische Ortskern "Brink" sowie die im 19. Jahrhundert im gotischen Baustil errichtete St. Johannes Pfarrkirche, die zusammen mit dem "Alten Herrenhaus" als letzte Zeitzeugen der Gutsgeschichte Esterwegens verblieben sind.
Esterwegen - eine unternehmerfreundliche Gemeinde
Der Ort Esterwegen verzeichnete in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts eine rasante wirtschaftliche Entwicklung. Aufgrund ihrer Lage ist die Gemeinde als Wohnort, Urlaubsziel und Gewerbestandort gleichermaßen attraktiv. Die Schaffung von Arbeitsplätzen hat in der Gemeinde höchste Priorität. Mit Top-Konditionen in verkehrsgünstiger Lage sieht sich Esterwegen als unternehmerfreundliche Gemeinde. Existenzgründer finden hier nicht nur ein für sie "maßgeschneidertes" Grundstück, sondern in jeder Hinsicht ideale Startbedingungen, die eine öffentliche Förderung einschließen. Während Handwerk, Handel und Dienstleistungen das Wirtschaftsleben noch dominieren, zieht Esterwegen auch innovative Unternehmen der Medienbranche an wie das Kompetenzzentrum für Telekommunikationstechnik.
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